Dienstag, 10. Dezember 2013

Von Verdi, Dubliners und anderen kulturellen Highlights...

Am Mittwoch, 27.11., gab's endlich mal wieder Neuigkeiten von unserem Lieblingsbetrüger: So sei er angeblich von seinem Hauptwidersacher geschnappt worden und erneut in Haft geraten. Dabei liest sich das Drehbuch von der Verhaftung kinoreif. Doch leider, leider gibt es so was wie Verschwiegenheit im Dienst (blöd!) - deshalb nur so viel: das vermeintliche Opfer hat verkleidet selbst Polizist gespielt und die Verhaftung veranlasst...
Später sollte der Betrüger allerdings wieder freikommen und sich dann tatsächlich im Konsulat telefonisch melden um eigentlich um Hilfe zu ersuchen. Die zuständige Kollegin hat ihm dann aber eher eine Standpauke gehalten und ihn daran erinnert, was für ein Glück er hatte, auf freiem Fuß zu sein, und welche Gefahren ihn erwarten, wenn er tatsächlich in Gefangenschaft geraten würde. Irgendwie hat er das aber anscheinend missverstanden, denn am nächsten Tag schrieb er eine seitenlange Email, in der er allen Mitarbeitern für die große Unterstützung in dieser für ihn schweren Zeit danke - er werde diesen Kampf in jedem Fall durchstehen und zu Ende führen...es bleibt also spannend.

Am Donnerstag sollte ich von Konsulatsseite aus abends eigentlich nach Stellenbosch in die Uni um einmn Vortrag zum (internationalen) Umweltrecht beizuwohnen - wozu ich herzlich wenig Lust hatte. Durch eine glücklicherweise schlechte Organisation der Fahrer des Konsulats hatte ich dann jedoch keine Möglichkeit, dahin zu kommen, so dass das Event ohne mich stattfinden musste. Stattdessen konnte ich spontan in die City Hall zu einem von dem italienischen und deutschen Konsulat gemeinsam veranstalteten Konzert anlässlich des 200jährigen Geburtstag von Verdi und Wagner. Ja, das klingt nach einer komischen Mischung, war es auch - und Verdi war letztlich schöner als der Ring...aber die City Hall ist wirklich ein sehr schönes Gebäude - auch wenn der Glanz Erbe der Apartheid ist...



Freitag lud uns mein Ausbilder im Konsulat, der auch erst 4 Monate in Kapstadt ist, zu seiner Housewarming-Party ein. Da ging es natürlich feucht-fröhlich her. Als ich dann gut angenüchtert gegen 10 Uhr nach Hause kam, wollte ich eigentlich schnurstracks ins Bett gehen. Als ich Stimmen aus der Küche hörte, wollte ich eigentlich nur kurz zum Grüßen reinschauen. Doch als mich die beiden versammelten Haushälften sahen, wurde ich an den Tisch herangerufen, bekam ein - in meinem Zustand - nicht ausschlagbares Angebot noch das Nachtleben unsicher zu machen und wachte dann plötzlich mit einem riesigen Schädel am nächsten Tag um 15 Uhr nachmittags auf. Viel anzufangen war mit mir dann am Samstag auch nicht mehr.

Sonntag verbrachten wir den Tag zunächst am Clifton Beach - hier ein Bild zum Eifersüchtig machen:
...und fuhren am Nachmittag in den De Waal Park, um einem der dort nun monatlich stattfindenden kostenlosen Open-Air-Konzerte beizuwohnen. Dementsprechend gefüllt war es dann auch im eigentlich für Hunde vorgesehenen Park - doch irgendwie beachteten trotzdem nur die wenigsten die Musik. Die meisten nutzten die Gelegenheit offenbar, um mal wieder ihre Nachbarn zu sehen.
Abends besuchten wir dann das "Festival of Lights" in der Grand Parade/Adderly Street. Mit dem Festival of Lights in Berlin hat das allerdings nicht ganz so viel zu tun gehabt. Vielmehr war Anlass lediglich das Einschalten der Weihnachtsbeleuchtung in der Straßen. Begleitet wurde das von einem netten Konzert auf dem Platz vor der City Hall. Leider verzögerte sich die eigentlich für 20:30 geplante Aktivierung der Lichter laut Twitter zunächst auf etwa 20:45-21:00, weil die Stadtverwaltung angeblich sicher gehen wollte, dass es auch wirklich dunkel genug sein wird. Als dann um 21:15 allerdings dann immer noch kein Licht brannte, hatten meine Begleiter und ich dann genug und haben uns durch Menschenmassen Richtung zu Hause gedrängelt. Just als wir ans Ende der Adderly Street angelangten, wurde das Licht dann doch noch eingeschaltet. Wir drehten uns um und dachten uns "Toll  - das war's jetzt?". Da wir den weiteren Heimweg dann durch den Company's Garden bestritten, bekamen wir vom großen Feuerwerk auf der Grand Parade leider nichts mit - was doppelt ärgerlich war, da dies in Südafrika wegen der Brandgefahr sowieso schon eine Seltenheit ist (privaten Haushalten ist es übrigens zu Silvester verboten).





In der Nikolauswoche stand dann die Veröffentlichung der Examensnoten an - während der Arbeitszeit - die ich aber nach zwischenzeitlichem Herzstillstand ganz gut überstanden habe.
Mittwoch machte ich dann zufällig auch folgende Aufnahme von einem Gebäude, an dem ich jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit vorbeilaufe:
Heute (10.12.) kam ich erneut vorbei:
In der letzten Arbeits-Woche war dann noch kleines Highlight der traditionelle Weihnachtstee beim Generalkonsul zu Hause. Und nicht umsonst lautet seine Anschrift "Ocean-View" - Fotos gibt's davon aber leider nicht. :-)


Montag, 9. Dezember 2013

Sightseeing, Teil 3,5 und Final Episode

Noch Nachtrag zum Cape Point:

Auf dem Rückweg nach Kapstadt wählten wir die westliche Küste und machten bei den "Misty Cliffs" auf Höhe "Kommetje" halt um den Sonnenuntergang zu bewundern. Dabei sind natürlich wunderbare Aufnahmen entstanden:






Abends ließen wir den Abend dann bei köstlichem indischen Essen ausklingen.










Montag traf ich Lea und Thomas nach der Arbeit in Boo-Kap, dem Bezirk mit den bunten Häusern, die man in jedem Reiseführer sieht, bevor wir uns abends zu einem gemeinsamen Abschiedsbraai zu Hause trafen.

Dienstag (26.11.) stand die Abreise von Lea und Thomas an. Wir trafen uns zu einem schnellen Essen in der Long Street um letztlich im "Basran" am Green Market Square zu landen - einem - nicht sehr leckeren - kurdischen Restaurant. Interessanter Weise feierte der Generalkonsul zufällig genau in diesem Restaurant mit Wasserpfeife und Bauchtanz seinen Geburtstag zwei Wochen zuvor nach, als ich mit Lea und Thomas auf der Garden Route unterwegs war, und die Meinung der anderen Mitarbeiter des Konsulats fiel gar nicht so schlecht aus...

Mit leichter Hektik - wahrscheinlich der Angst, den Flug zu verpassen geschuldet (haben Lea und Thomas in den zwei Wochen Urlaub hier etwa überhaupt nichts von der südafrikanischen Pünktlichkeit gelernt?!) - verabschiedete ich die beiden dann Richtung Flughafen. An dieser Stelle nochmals vielen Dank für den sehr schönen Besuch!

Der ein oder andere aufmerksame Leser wird es vielleicht schon vermuten - jedenfalls bricht jetzt, wo Thomas mit seiner Kamera weg ist, wieder die Zeit mit weniger Bildern in diesem Blog an - dafür mit umso mehr Text von mir!

Sonntag, 8. Dezember 2013

Sightseeing, Teil 3

Am Sonntag, den 24. November, fuhren wir dann als letztes Highlight von Lea und Thomas' Aufenthalt zum Cape Point - der südwestlichen Spitze Südafrikas bei der sich auch das Kap der Guten Hoffnung befindet.
Auf dem Weg dorthin fährt man an schönen Orten an der auf der östlichen Seite gelegenen Küste entlang: u.a. Muizenberg, das Mekka für Surflehrlinge, Simon's Town mit seiner schönen Altstadt und auch das in der Nähe gelegene Boulders mit seinem Pinguinstrand. Auch hier galt wieder, dass es viel zu viel zu sehen gibt für die wenig zur Verfügung stehende Zeit. So beschränkten wir uns für die Hinfahrt auf einen Besuch des Boulder's Beach. Dessen eine Hälfte ist den südafrikanischen Pinguinen vorbehalten, denen man von Stegen aus beim Sonnenbaden auf den Großen Felsen, beim Planschen im Meer aber auch beim Brüten in den Büschen zusehen kann. Die andere Hälfte des Strandes ist auch für Menschen zugänglich so dass man mitunter in den Genuss kommt neben den Pinguinen in der Sonne zu baden. Eine Spezialität des Boulder's Beach ist übrigens der alles überdeckende, ständig in der Luft stehende Gestank nach Pinguinschei...
















Weiter ging's dann Richtung Cape Point Nationalpark. Das große Areal bietet sehr viele Möglichkeiten, die schöne Natur zu bewundern. Der Zeitmangel zwang uns wieder zu selektieren. Wir besuchten zuerst eine Aussichtsstelle, an der man (angeblich) sehr gut Wale von der Klippe herab im Meer beobachten kann - ohne eines der Säugetiere dann auch wirklich zu Gesicht zu bekommen.
Danach unternahmen wir den Aufstieg zum historischen und neuen Leuchtturm und zuletzt wanderten wir den Weg zum Kap der guten Hoffnung. Auf dem Weg dahin läuft man an dem, so sagt man, schönsten Strand Südafrikas vorbei - dem Dias Beach. Hier musste ich dann auch gleich etwas "korrigieren" (vgl. Bilder unten). Bis wir zum Kap-Aussichtspunkt angelangten sind uns auf dem Weg dahin auch viele Tiere begegnet - Strausse, Springböcke, Eidechsen und diese kleinen Tiere, die - in meiner Vorstellung sehen sie so aus - wie Murmeltiere aussehen. Wären dann noch Elefanten da gewesen, hätten wir uns den Addo eigentlich sparen können ;-)













Samstag, 7. Dezember 2013

Sightseeing, Teil 2

Samstag, den 23. November, besuchten wir zum Vergleich dann den nächsten Food Market, diesmal in Woodstock den in der Old Biscuit Mill. Immer samstags gesellen sich zum dortigen Craft-Market verschiedenste Anbieter. Mir persönlich gefällt der Markt in Woodstock besser:





 Abends waren wir dann bei einem Kollegen vom Konsulat zu seinem Haus nach Hout Bay zu einer "Cocktail-Party" eingeladen, bei der auch einige Mitarbeiter von Auslandsvertretungen anderer Länder teilnahmen - quasi Kontaktpflege. An dem Abend stieg auch das wahrscheinlich die Meisterschaft vorentscheidende Spiel zwischen Dortmund und Bayern, dessen Ausgang die Stimmung bei allen - den richtigen Verein unterstützenden - Anwesenden natürlich ein wenig getrübt hat...

Freitag, 6. Dezember 2013

Sightseeing mit dem Besuch


Bevor ich zum Wochenende komme, noch der im letzten Post unterschlagene Mittwoch und Donnerstag von letzter Woche: Mittwoch traf ich Lea und Thomas nach der Arbeit an der Waterfront um meine wenig vorhandenen Tour-Guide-Fähigkeiten zu präsentieren. Wir spazierten an der Promenade am Green Point entlang und vergnügten uns im zur WM angelegten Park, bis wir vom Sicherheitspersonal aufgefordert wurden zu gehen, da wir nicht die Geräte auf dem Kinderspielplatz benutzen sollten.




Donnerstag besuchten wir dann gemeinsam mit den übrigen Mitbewohnern im Haus in der Hope Street den City Market - das ist einer der vielen "Fressmärkte" auf denen verschiedenste Händler Ihre Köstlichkeiten anbieten; ursprünglich mal nur als Nachbarschaftsprojekte gestartet - der sich in einer alten Schulaula befindet:


Freitag besuchten wir drei dann den botanischen Garten in Kirstenbosch, in dem Thomas, der alte Baumkuschler ähh Palmenliebhaber voll auf seine Kosten kam:





Abends führte ich Lea und Thomas zum Abschluss des Tages in die Long Street um ihnen das dortige Nachtleben etwas näher zu bringen.

So, obwohl noch 2 Wochen ausstehen, breche ich den Post hier mal ab, da mich das Internet langsam verzweifeln lässt. Dies ist auch der Grund, warum die Anordnung der Fotos diesmal etwas komisch ausfällt...Ich hoffe, ich komme mit dem Schreiben bald nach!